Anja Millen
Ein Bild von Liebe
Ein Bild von Liebe
Diese endlose Weite,
hier und da eine zerissene Wolke
am Horizont gesprüht,
grau fast, blauverloren.
Die zerissenen Adern am Boden kriechend,
verzweifelte Suche, ertrunkene.
Heiße Luft und schneebedeckte Gipfel
hinter meiner Vorstellung und irgendwo vor mir auch,
angefühlt, trosterstickt.
Dieser Geschmack körnigen Salzes in meinem Gaumen,
brennend und blutig,
ätzende Lieder singend.
Knochige, müde Äste greifen wissend nach verlorenen Spuren,
schattenlos.
Und dann, mitten in mir,
flattern weiße Stoffbahnen,
zentrierte Ruhe und rote Kugeln aus Samt rollen träge
durch frische Lust.
Im goldenen Schnitt,
weil es so ist wie es sein soll,
das Ankommen,
das wonach es sehnt,
dort stehst du,
stehst einfach still
und schaust
durch regennasse Lider
hinter mich.
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