Anja Millen
Ein Schwan- Eine Leda
Ein Schwan- Eine Leda
Ach du Weib, dass du geschaffen nur für meines Leib Begier,
hab ich dich denn anzufassen, ist es gar verboten mir?
Darf mein weißes Federkleid dich bedecken mit Gefallen
und mein Schnabel dich bezirzen, um in deinen Schoß zu fallen?
Schwinden mir die Sinne gar, an deiner warmen Poren Duft,
raub ich dir mit festen Schlägen, meiner Flügel, nun die Luft.
Oh, wie sehr kann Sehnen dann in den, deinen, Augen liegen,
dass wir ohne nachzudenken, all die Anderen betrügen.
Dann verrucht zu unserm Triebe hör das Schreien, Stöhnen,
bis ich endlich meiner Lenden Frucht wild in dir verströme.
Seh! Schon steht der Nächste an, der deiner Lust verfallen,
fliege ich gelabt davon, lass dich willig Allen.
Ein letzter Blick zurück zu dir und schon bist du bestiegen,
der nächste Gott, das nächste Tier ist schon in dir am liegen.
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