Anja Millen
Frühes Herbstgebaren
Frühes Herbstgebaren
Seht her nur, ich vergehe , ich vergehe,
schrie es wunden Herzens in ihr finstres Haar,
wenn ich durch deiner dunklen Augen Täler wehe
so ists als schwärmen tausend, wilde Krähen, in tausendfacher Schar.
So spüre ich die kalte Glut der goldnen Nadeln,
den lüstern Brand der meine Haut durchdringt,
wenn ich an deiner feuchten Poren Quelle atme,
so ists als ob mein ganzes Sein, in tausend Wassern, tausendfach versinkt.
So leide ich, mein triefend ungezähmtes Ich, in mir,
den Leib verzückt in dunkelrotem, blauen Schmerzenwahn,
wenn ich erhaben unter deines geilen Geistes vegetier
so ists als flögen aller Nächten Sterne tausendfach, in tausendfacher Bahn.
Vergiß den Raum, der so behäbig um uns kreist, daß sei mein wundes Nachtgebet.
Lass all die morschen Grenzen brennen, im Seelenfeuer bis wir ausgelebt.
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