Anja Millen

herz

herz

wie gern würd ich so dann und wann,
mein herz zu meinen lippen legen.
und hier und da mit sanften küssen,
die vielen kleinen wunden pflegen.

ganz dankbar sein, das es wie selbstverständlich,
so ruhelos das nass durch meine adern treibt.
ihm leise schelte flüstern,
wenn es mir stolpernd wüste worte schreit.


und wenn es schmerzt, es streicheln,
sein tiefes rot leicht, zart liebkosen.
es schlägt so hart in sehnsucht,
läßt blut mir in den ohren tosen.

wie gern würd ich es dann und wann
ins weiche federbett versenken,
dass meinen leib zum schlafe führt
und meinem herz die ruhe schenken.