Anja Millen
In meinem Herz bleibt Sturm
In meinem Herz bleibt Sturm
Und irgendwann ist es schmerzend,
das hatten sie gesagt.
Sie hatten mir mein Rosarot erklärt.
Dann wird es lila, manchmal schwarz.
Eine Wiese, die sich wild bepflanzen lässt
und ab und an ein andres Schaf, dass sich am
satten Grün vergnügt.
Und irgendwann ist es vorbei,
das hatten sie gesagt.
Das Wasser hat den Stein poliert.
Dann wird es träge, ruhig.
Ein Fluss, der sich beständig durch die Täler zwängt
und ab und an ein Nebenzweig, der still versickert
im Nirgendwo.
Und irgendwann ist es tot,
das hatten sie gesagt.
Dann ist dort windstill,
wo man einst die Blätter wirbeln sah.
Ein Herbstwald, der sich von der Last des Sommers trennt
und ab und an ein letzter Tropfen Tau, erstarrt
am Wintersonnenstrahl.
In meinem Herz bleibt Sturm
© Anja Millen
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