Anja Millen

Nebenan

Nebenan

Wenn ich an diese verdammte Wand denke,
dreckig und verschmutzt,
von fettigem Haar und kaltem Nikotin.
Von den Geräuschen die hindurch
und fort von ihr dringen.
Will ich sie mit Krallen zerfleischen,
ihr die Lebendigkeit rauben

Aufhören sie abzulecken
und nach ihr zu gieren.
Betongeschmack im Mund zu haben,
Sandsteinkrümel in dem fauligen Speichel,
der herabtropft in den kalten Boden.

Zwischen dir und mir.

Mein Ohr nicht herangepresst
um sie zu hören
und mich zu berühren.
Zwischen schwarzem Kaffee und Valium
will ich Ruhe vor mir haben.