Anja Millen
Romeo oh Romeo
Romeo oh Romeo
Schau ich durch all die weiten Fenster,
die Welten die uns schmerzlich trennen.
So ist’s als säh ich Schattentänzer,
im Reigen unsrer Liebe brennen.
Berühr ich dann so sanft das Glas,
ach Liebster, wie einst deine Haut.
Verrückt die Sehnsucht meinen Hass
und Hoffnung wird der Trauer Braut.
Schon spür ich wie mein Herz mich friert,
beim Kuss auf offne Lippen, zart.
Im letzten Atemzuge dann verliert,
was einst mein ganzes Streben war.
So schau ich müde weiter, mit trübem Blick, das Herz nie abgewandt.
Gebrochner Augen matter Glanz, oh Romeo, war meiner Liebe Pfand.
© Anja Millen
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