Anja Millen

Samurai 2005

Samurai 2005

Er hob sein Katana, fast andächtig bewegte er es durch die stickige Luft des Hinterhofes, so als ob er die Dunstschwaden, die aus dem riesigen Maul des Abluftrohres der Garküche stießen, zerschneiden könne.
Irgendwo schrie eine Katze und verlieh der Szenerie dieses unwirkliche eines mittelmäßigen Thriller die in den heruntergekommenen Kinos an der Southside gezeigt wurden.
Er spreizte bedächtig die Beine, sein tiefroter Hakama breitete sich fächergleich aus, dann stieß er zu.
Als er seine Klinge aus dem leblosen Körper zog, diese von Blut getränkt zurück in die Halterung auf seinem Rücken schob, wusste er das die Jahre der Jagd endlich ein Ende hatten. Er konnte zurück kehren.
Er verbeugte sich ehrerbietend und sein lackschwarzes Haar spiegelte die Sterne, den Mond.