Anja Millen

Sau

Sau

er nannte sie sau
je nach begierde
stieß er sie
über den hof
in dem stall
vor den herd
besprang sie
mit nimmersattem ich
deckte sie gnadenlos
mit harten worten
zu

die lüsterne ging
als es zeit war
zur niederkunft
nach innen
ließ ihn am tisch
unterm milchglasfenster sterben
und gebar seine frucht

beiwerk:
eine läufige hündin
jaulte draußen am tor
eine rossige stute
tänzelte willig im takt
die amme beruhigte
dann stillte sie

ihre lust