Anja Millen
Suche
Suche
Fremd erwache ich,das Laken nass,
reicht er mir träge das Glas und lächelt.
Vor dem Fenster dürr der Baum und nackt gefroren.
Lose mein Haar im Gesicht,
fahrig die grauen Hände,
ein leichter Hauch über wunder Haut.
Die pochende Hitze - vergangen.
Der Blick hinaus,
leise weint der müde Morgen mir in das schwere Herz.
Ich würde dich gerne noch einmal spüren,
wie damals.
Zum ersten Mal.
Als ich in deinen Armen fremd erwachte.
Ein paar Jahre nur zurück und dann,
dann dich anschauen und alles entdecken,
in deinem Lächeln.
Nicht mit der Morgensonne sterben müssen,
bevor ich zu dir geh.
© Anja Millen
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