Anja Millen

[Titel]

[Titel]

Es sollte wohl so sein.
Sie trat ihm in die Hoden.
[An dieser Stelle genannt Hoden, da es keine sexuelle Sache war von ihr]
Er klappte unverzüglich nach vorne und selbst das tropfnasse, rot karierte Küchenhandtuch in seinem Mund konnte die Gewalt seines Aufstöhnens nicht bremsen.
Überflüssig zu erwähnen, dass sich dies wiederholte als sich ihre Hände in seine braunen Haare krallten und ihr Knie nach oben schnellte.
[Hier nun eine kleine Pause]

Sie wusch sich die Hände, nicht das es Sinn machte, es war mehr symbolisch.
Dann drehte sie ihr Kofferradio auf. Eminem aus den 70er Jahren zu hören hatte ihrer Meinung nach etwas surreales.
Sie stieg über ihn, um zum Herd zu gelangen und setzte einen Topf mit Wasser auf.
[Die Tagliatelle aus Aldi-Süd sind empfehlenswert]

Ein Blick nach unten überzeugte sie, sie stand auf seiner Hand.
Mit einem Hauch von Wehmut und Resignation sah sie auf sein erigiertes Glied.
[Dieses degenerative Stück Fleisch]

Das Japanische Heilöl, dass sie sich unter die Nase gerieben hatte machte ihr Appetit.
Sie vermied ihn zu riechen. Gerüche, die sie nicht beeinflussen konnte, waren ihr ausgesprochen intim.
Sie saß auf seinem Mund, ihr Blick verfing sich in den geschnitzten Holzvögeln, die blassbunt von ihrer Decke hingen.
[Die Katze lag träge auf der Fensterbank, eine Fliege krabbelte unbemerkt auf der Scheibe über ihr, an den Füßen der Stühle hatten sich Staubfäden verfangen]

Sie nahm ein rot kariertes Küchenhandtuch aus der Schublade und begann ihre Teller abzutrocknen.
Er gab ihr einen Klaps auf den Po und  verließ schnellen Schrittes das Haus.
[Mittagspause]