Anja Millen
was übrig bleibt
was übrig bleibt
was war passiert zwischen all dem toten tasten nach wärme und dem reinigen weißer laken von flecken?
fäuste die in viel zu enge löcher gerammt werden. das innere zerrissen, gepeinigt abgenabelt, gleich neben der lust, die auf spiegelglatter strecke die angst im kriechen überholt.
dann schreie ich und wie ich schreie. dann beiße ich in schweißschwere luft, irgendwo ganz hinten erinnere ich mich an meinen ersten kuss.
wenn ich in meinem blassen hautanzug stehe und deine rot geschwollene geilheit sehe, wenn ich versuche mich in grünem blumenkittel und rosa gummihandschuhen im garten zu vergraben, wenn ich all das tägliche penetrieren meiner sinne, das benutzen meines lebens, wenn ich das nun abstellen könnte, mich anzöge und dich aus, was bliebe dann noch von dir?
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